Hammerschloss Hirschbach
Hammerschloss Hirschbach Stich

Geschichte des Hammerschloss Hirschbach

Die im Fundament des Hammerschloss Hirschbach gefundene Schlacke konnte mit der sog. C-14-Methode auf das 13. Jahrhundert datiert werden. Damit wurde der Nachweis geführt, dass die Geschichte des Hammerschloss Hirschbach vor fast 800 Jahren begann.

13. Jh.
Beginn der Eisenherstellung und –bearbeitung („Hammerwerk“) in Hirschbach.
1387
Erstmalige urkundliche Erwähnung des Hammergutes Hirschbach in der Urkunde der sog. „Großen Hammereinigung“; Besitzer ist CONRADT SUNTLEUTTNER.
13./14. Jh.
Bau des ersten Hammerschlosses.
Ca. 1424
ERASMUS I. SAUERZAPF aus Sulzbach kauft das Anwesen.
1442
Verkauf an JACOB SAUERZAPF aus Sulzbach.
1450
Zerstörung im 1. Markgrafenkrieg; das Gebäude wird bis auf die Fundamente zerstört und anschließend mit vergrößertem Grundriß wieder aufgebaut.
1458
Bau der Schloßkapelle; dazu holt JACOB SAUERZAPF die Erlaubnis von Papst PIUS II ein; die Kirche wird 1460 eingeweiht
1472
ERASMUS II. SAUERZAPF erbt das Hammergut Hirschbach
1491
Verkauf an den Nürnberger Patrizier SEBALD PERINGSDORFER und seinen Schwiegersohn JOBST II. HALLER
1497
Gegen den Widerstand der Sulzbacher Patrizier wird die Erlaubnis zum Betrieb eins Kupferhammers erteilt, der an Stelle des Eisenhammers in Betrieb geht.
1499
Zerstörung während der Fehde RITTER CHR. V. GIECH gegen die Reichsstadt Nürnberg; die Mauern 1. / 2. OG überstehen den Brand und das restliche Gebäude wird wieder aufgebaut.
1505
Der Nürnberger Bürger HANS HARSDORFER übernimmt das Hammergut Hirschbach.
1520
Erwerb durch HANS III. EBNER VON ESCHENBACH
1552
Zerstörung im 2. Markgrafenkrieg; die Mauern 1. / 2. OG überstehen den Brand und das restliche Gebäude wird um 1555 wieder aufgebaut.
1570
Das Hammergut geht in den Besitz der Familie GEORG MEINL über, in 1603 durch Vererbung an GEORG CHRISTOFF GUGEL.
1581
Errichtung der 1. Papiermühle auf dem Hammergut Hirschbach; der Eisenhammer wird weiterbetrieben, aber seine wirtschaftliche Bedeutung nimmt ab. Die Papiermühle wird bis 1878 betrieben, zuletzt von GEORG DUSCHEK.
1624
Kauf durch den Nürnberger Patrizier LEONHARD Adam Waldstromer von Reichelsdorf.
1627
Im dreißigjährigen Krieg plündern Soldaten den Ort Hirschbach; in 1635 wird das Hammerschloss Hirschbach durch polnische Truppen beschädigt.
1664
Der Nürnberger Losungsamtmann JOHANN FRIEDRICH VON WIMPFEN erwirbt das Hammergut Hirschbach.
1699
Erneut erwirbt die Familie EBNER VON ESCHENBACH das Gut; zuletzt ist es Teil der EBNERschen Familienstiftung.
1816
Verkauf an den Handelsassessor BENEDIKT VON SCHWARZ aus Nürnberg
1821
Der Bauer und Gastwirt CHRISTOPH ERTEL betreibt im Hammerschloss Hirschbach eine Schloßwirtschaft mit saisonalem Tanzbetrieb; anschließend wird der Ausschank von JOHANN HERBST und danach GEORG KELLNER weitergeführt.
19. Jh.
Das Hammergut Hirschbach wird sukzessive aufgeteilt und die Gebäude werden an einzelne Interessenten verkauft
1894
Die Familie BRUNNER erwirbt das Hammerschloss Hirschbach.
1975
Verkauf an den Gastwirt RÖHL, der 1985 das Hammerschloss Hirschbach an die Familie VON RAMDOHR verkauft, die dort bis 1999 eine Gastwirtschaft mit 9 Gästezimmern betreibt.
2004
Erwerb durch die Familie KNORREN NICHOLS, anschließend denkmalgerechte Sanierung
2015
Abschluß der Sanierung des Hammerschloss Hirschbach
Die nachfolgenden Quellen sind zu empfehlen und enthalten weitere Nachweise:
  • Ress, F.M.: „Bauten, Denkmäler und Stiftungen deutscher Eisenhüttenleute“. Düsseldorf, 1960. S. 118 – 119
  • Knorren, N.: „Hammerschloss Hirschbach – 600 Jahre Geschichte“. In: Oberpfälzer Heimat, 51. Band. Weiden, 2006. S. 165 – 182
  • Giersch, R. / Schlunk, A. / Frhr. von Haller, B.: „Hammerschloss Hirschbach“. In: Burgen und Herrensitze in der Nürnberger Landschaft. Lauf a.d. Pegnitz, 2006. S. 200 – 202
  • Wikipedia Hammerschloss Hirschbach
Die folgenden privaten Vereine (Auswahl) bieten allgemeine Informationen zur regionalen Geschichte und unterstützen die Sanierung von historischen Gebäuden.